Die Chronik des VfB Wengerohr

Der Eisenbahn-Sportverein Wengerohr-Bombogen wurde im Jahre 1912 unter dem damaligen Namen "Verein für Bewe­gungsspiele Bombogen" gegründet. Initiator der Gründung war Hauptlehrer Watrain aus Bombogen. Ziel des Vereins war es, den Sport schlechthin auf breitester Basis auf- und auszu­bauen. Neben der Leichtathletik galt das Hauptaugenmerk dem damals noch recht wenig bekannten Fußballsport. Doch erst nach dem 1. Weltkriege konnte sich diese Sportart richtig durchsetzen.

 

Während der VfB Bombogen Anfang der dreißiger Jahre vorübergehend in eine DJK aufging, fanden sich in Wengerohr junge Eisenbahner zusammen, die im Sport von ihrer täglichen Arbeit einen Ausgleich suchten. Sie gründeten damals den "Reichsbahn Turn- und Sportverein-. Eigentlicher Gründer dieses Vereines war Fritz Landwehr, damals Bahnmeister der Bm 2 Wengerohr, der auch späterhin Vorsitzender dieses Vereines war. Neben Ballspielen und Gymnastik trieb man Leichtathletik und Geräteturnen.

 

Gegen Ende der zwanziger Jahre wuchs doch das allgemeine Interesse am Fußballsport so sehr, dass der Reichsbahn Turn­ und Sportverein eine eigene Fußballabteilung gründete. Zu diesem Zeitpunkt gehörten doch schon eine ganze Reihe Sportkameraden aus Wengerohr zum Spielerstamm des DJK Bormbogen, der bereits 1928 eine eigene Fußballmannschaft unterhielt,

 

Diese Tatsache und finanzielle Gesichtspunkte waren im Jahre 1932 die Gründe für einen Zusammenschluss der beiden Vereine.

 

Mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht wurde das Spielgeschehen doch sehr beeinträchtigt und kam mit Ausbruch des 2. Weltkrieges ganz zum Erliegen.

 

Diejenigen, denen es vergönnt war, aus dem Kriege zurück­zukehren, standen vor einem Chaos; Vereinsgasthaus und -Saal "Zur Linde" und damit die Übungsstätte und die Gerätschaften des Vereins verloren.

 

Dennoch fanden sich wieder die Idealisten, die keine Mühe scheuten, den Verein wieder aufzubauen. Unter dem Namen "FC Wengerohr-Bombogen" erstand der Verein aufs Neue. Die Fußballmannschaft dieses Vereins war bald schon unter dem Namen "Vereinigte Talmannschaft" zu einem Begriff geworden, spielte sie sich doch binnen weniger Jahre bis in die Bezirksklasse und führte sogar zeitweise die Tabelle an.

 

Im Jahre 1952 trennten sich die Spieler aus Bombogen wieder aus dem inzwischen in "ESV Wengerohr" umbenannten Verein und spielten unter dem alten Namen und den Vereinsfarben schwarz-weiß des VfB Bombogen weiter.

 

Alle Spiele hatten bisher auf dem traditionellen Sportplatz in Belingen stattgefunden. Mit der Trennung im Jahre 1952 war dieser Sportplatz für den ESV Wengerohr verloren. Die Gemeinde Wengerohr stellte dem Verein auf dem ehemaligen Luftwaffen-Feld-Flugplatz ein neues Sportgelände zur Verfügung.

 

Auf sich und die Spieler aus der Gemeinde Wengerohr gestellt, vermochten es die Eisenbahn-Sportler nicht, in den folgenden Jahren auch nur im Fußball die Leistungen zu bringen, zu denen sie zusammen mit den Spielern aus Bornbogen und Neuerburg in der Lage gewesen waren. Die Folge war der Abstieg bis in die 3. Kreisklasse.

 

Doch unentmutigt kämpfte die Mannschaft um ein Comeback. Die ersten Früchte intensiver Vereinsarbeit ernteten die Eisenbahn-Sportler im Jahre 1959. Die 1. Mannschaft wurde Kreismeister der 3. Kreisklasse und stieg wieder auf. Die A-Jugendmannschaft sicherte sich ebenfalls den Titel eines Kreismeisters und spielte mit großem Erfolg um den Titel des Bezirksmeisters. Sie unterlag damals nur im Entscheidungsspiel der Eintracht Trier 05.

 

Der Kampfgeist der "Alten“ und die Spielstärke dieser Jugend rechtfertigten den größten Optimismus. In der Saison 1962/63 schaffte dann auch eine verjüngte 1. Mannschaft den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. 1963 wurde die gleiche Mannschaft Sieger um den Titel des Bezirksmeisters aller Eisenbahnsportvereine der BD Saarbrücken. Dieser Titel wurde auch im Jahre 1965 auf dem Bezirksmeisterschaftsturnier in Ehrang, erfolgreich verteidigt.

 

Den ganz großen Triumph feierte man im Spieljahr 1966/67. Die 1. Mannschaft schaffte nicht nur den Auistieg in die A-Klasse Mosel, sondern wurde außerdem Kreispokalsieger.

 

Der Weggang einiger guter Spieler brachte die Mannschaft doch in den darauffolgenden Jahren in erhebliche Aufstellungs­schwierigkeiten. Der Abstieg in die 1. Kreisklasse in der Saison 1968/69 war unausbleiblich. Auch der Abstieg in die 2. Kreisklasse im darauffolgenden Jahr wunderte niemanden.

 

Auch der VfB Bombogen hatte nach der Trennung der beiden Vereine im Jahre 1952 erhebliche Schwierigkeiten und mußte 1964 sogar seinen Spielbetrieb ganz einstellen. Der Verein schien mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten, denn auf seine Existenz besann man sich erst 1966 wieder. Ein neuer Vorstand wurde gewählt und sowohl eine Senioren- als auch eine Jugendmannschaft nahmen in der Saison 1967/68 den Spielbetrieb wieder auf. Der Sportplatz wurde mit Zuschüssen des Kreises und der Gemeinde und einem erheblichen Aufwand an Eigenleistung der Mitglieder wieder hergerichtet. Das große Interesse mag man daran erkennen, daß in der Saison 1968/69 bereits eine 1. Mannschaft, eine Reserve- und zwei Jugendmannschaften im Trikot des neuen VfB spielten.

 

Doch so groß die Begeisterung auch war, der größere Erfolg blieb dem relativ kleinen Verein doch versagt. So war man sich also sehr schnell einig, als von Wengerohr der Vorschlag kam, sich doch wieder zu vereinigen.

 

Seit dem Jahre 1970 besteht der Verein nunmehr unter dem Namen "ESV Wengerohr-Bombogen 1912".

 

Außer einer 1. Mannschaft unterhält der Verein eine Reserve-, zwei Jugendmannschaften, eine Damengymnastikgruppe und eine Kegelabteilung mit drei Mannschaften. Diese Kegelabteilung war im vergangenen Jahr Bezirksmeister der Eisenbahn-Sportvereine der BD Saarbrücken und stellte sogar zwei Einzelsieger.

 

Der Verein hat sich zur Auflage gemacht, den guten Gedanken des Sports an die Jugend weiterzuvermitteln und die Freundschaft beider Nachbarorte zu fördern und zu festigen.

 

Beim gemeinsamen 60 jährigen Stiftungsfest 1972 konnte man eine spielstarke 1. Mannschaft, eine Reservemannschaft, zwei Jugendmann­schaften, eine Damengymnastikgruppe und eine sehr erfolgreiche Kegelabteilung mit drei Mannschaften vorweisen.

 

Diese Kegelabteilung war damals Bezirksmeister der Eisen­bahn-Sportvereine der BD Saarbrücken und stellte sogar zwei Einzelsieger.

 

Noch einmal änderte sich das Vereinsbild rein äußerlich, als sein Name im Jahre 1974 aus Satzungsgründen in VfB Wengerohr-Bombogen" umgewan­delt wurde.

 

Der Breitensport passte sich in den folgenden Jahren nicht nur in den großen Ballungszentren, sondern auch in unserer ländlichen Umgebung mehr und mehr den zeitgemäßen Lebensgewohnheiten an.

 

Mitte der 70er Jahre kam die Zeit der Freizeitmannschaften, auch Theken­mannschaften genannt, auf. Auch unserem Verein waren bis zu sechs solcher Mannschaften angeschlossen. Diese Mannschaften genossen eine größere Freizügigkeit in der Bereitschaft, sich den Regeln des organisierten sportlichen Wettbewerbs unterzuordnen. So blieb es nicht aus, dass mancher gute Fußballspieler die bequemere Art wählte, sich am Spielgeschehen zu beteiligen, oft zum Nachteil des Vereines, wenn es darum ging, die terminierten Meisterschafts­runden erfolgreich durchzustehen.

 

Da es immer schwieriger wurde, in Wengerohr und Bombogen ausreichend Spieler für den Fußball zu gewinnen, bildete man 1978 eine Spielgemein­schaft mit dem SV Altrich, die bis heute besteht. Mit der SG konnte man 1983 den Aufstieg in die Kreisliga B schaffen.

 

 

Neubau Sportplatz

 

Seit vielen Jahren bemühte man sich, das Sportgelände auszubauen und ein kleines Vereinshaus zu errichten. Als Ausrede für die ausbleibende Realisierung wurden immer wieder die Priorität des Schulsportes und die geplante große Umgehung von Wengerohr angeführt.

 

1989 konnte endlich mit dem Bau des neuen Sportplatzes begonnen werden, die Einweihung erfolgte am 19. Mai 1990 im Rahmen eines Sportfestes.

 

 

Neubau Sportplatzgebäude

Nachdem wir nun einen schönen neuen Sportplatz hatten, fehlte noch ein Gebäude mit Umkleide- und Duschmöglichkeiten. Denn hierzu musste immer noch in die Hauptschule ausgewichen werden.

 

Es dauerte bis zum Herbst 1994, bis Planung und Finanzierung endlich fertig waren. Unter anderem wurde lange überlegt, ob es bei einem einfachen Sportplatzgebäude bleibt, oder ob eine Erweiterung für den nebenan gelegenen Festplatz möglich wäre. Nachdem letzteres beschlossen wurde, beliefen sich die veranschlagten Gesamtkosten des Gebäudes auf 473.000 DM, wovon ca. 80.000 durch Eigenleistung abgedeckt werden sollten.

 

Am 3. März 1995 konnten wir mit dem Bau des Sportplatzumkleide- und Festplatzgebäudes beginnen. Bis Dezember des Jahres waren fast jeden Samstag fleißige Helfer am Bau anzutreffen. Am 18. November 1995 konnte das Richtfest gefeiert werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch der Dach­decker seine Arbeiten abgeschlossen, und die Fenster und Türen waren montiert. Es wurden 1607 Eigenleistungsstunden erbracht, alleine 347 Stunden durch Erich Teusch.

 

Der schleppende Einsatz der Helfer und eine unklare Finanzierung verzögerten den Weiterbau im Folgenden deutlich.

 

Mit erheblicher finanzieller Unterstützung der Stadt und einiger weniger Helfer konnte das Sporthaus 2002 bis auf einige „Kleinigkeiten“ fertiggestellt werden.

 

Mit dankenswerter Unterstützung des RWE wurde im Jahre 2007 im Rahmen des Projekts „RWE – Aktiv vor Ort“ im Sporthaus eine Zwischendecke eingezogen, um Einsparungen bei den doch relativ großen Heizkosten zu erzielen.

 

Ein besonderer Dank gebührt hierbei natürlich neben dem RWE dem Planer und „Ur-Belinger“ Karl-Heinz Granzow, Bernkastel-Wehlen, und Hans-Dieter Meeth, der sich bei der Fa. Stelioplast, Binsfeld, für die Neubeschaffung und Installation der Beleuchtung einsetzte.

 

An dieser Stelle sei ohnehin ein Dank an die Fa. Stelioplast gerichtet, wurden doch von deren Seite auch unsere kleinsten Fußballer bereits mit einer Trikotspende bedacht.

 

Ein weiteres RWE Aktiv vor Ort-Projekt "Trotz Regen trocken" wurde nun kürzlich genehmigt. Der Platz unmittelbar vor dem Sporthaus soll eine Überdachung bekommen. Die Arbeiten haben bereits begonnen und wir hoffen, diese noch rechtzeitig vor dem Jubiläumsfest zu beenden.

 

 

Zurück zum Jahr 1995:

 

Einem glücklichen Umstand war es zu verdanken, dass der VfL Bochum in diesem Jahr im hiesigen Raum ein Trainingslager durchführen wollte und sich letztlich für unseren Rasenplatz entschied. Gleichzeitig konnten wir ein Freundschafts­spiel gegen die Profis austragen. Wann bekommt man schon mal einen Bundesligaverein zum Nulltarif? Wir verloren zwar 13:1, finanziell gesehen war die Veranstaltung jedoch ein Gewinn.

 

1996 stieg unsere 1. Mannschaft in die Kreisliga A auf, die 2. Mannschaft in die Kreisliga B.

 

Für die Saison 1999/2000 konnte wegen Spielermangel jedoch leider keine 2. Mannschaft mehr gemeldet werden.

 

Einen überragenden Erfolg erzielte unsere B-Jugend im Jahr 2005. Neben der Meisterschaft konnte sie auch in die Bezirksklasse auf­steigen.

 

Spiel gegen Eintracht Trier
Mehrfach hatte sich der VfB Wengerohr-Bombogen beim Trierischen Volksfreund um die Austragung eines der beiden jährlichen Freund­schaftsspiele gegen die 1. Mannschaft des damaligen Zweitligisten Eintracht Trier 05 beworben. 2005 war es endlich soweit: Der VfB hatte den Zuschlag bekommen. Das Spiel fand am Samstag, dem 02. Juli 2005 statt. Wie erwartet, wurde das Spiel deutlich verloren, aber genauso wie 10 Jahre vorher gegen den VfL Bochum konnte hierdurch die Kassenlage des Vereines erheblich verbessert werden.

 

Die B-Jugend aus 2005 erzielte weiterhin Erfolge, denn in der Saison 2006/2007 wurde sie dann als A-Jugend der JSG Altrich/Wengerohr-Bombogen/Neuerburg Kreispokalsieger, im folgenden Jahr Hallenkreis­meister, Kreismeister und wiederum Kreispokalsieger.

 

Im Rahmen der Bitburger Initiative zur Förderung der „Fußballstars von morgen“ fand am 20.06.2007 ein Talentförderungs-Training in Wengerohr statt. Die Leitung hatte der ehemalige Fußballprofi Nils Schlotterbeck.

 

Nachdem es im Jahr 2009 wieder gelang, genügend Spieler zu rekrutieren und eine 2. Mannschaft anzumelden, nimmt die Spielgemeinschaft Altrich/ Wengerohr-Bombogen wieder mit 2 Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teil.

 

Als Trainer der 2. Mannschaft steht Jürgen Müller, unterstützt durch Alwin Simonis, zur Verfügung.
Die 1. Mannschaft wird seit der Saison 2010/11 durch Jürgen „Tucker“ Thul erfolgreich gecoacht.

 

 

Vorsitzende des Vereins nach dem 2. Weltkrieg waren:

Adolf Peters

1966 - 1970 Franz Monzel

1970 – 10/74 Fritz Becker (ESV Wengerohr-Bombogen)

10/74 – 06/86 Reiner Trierweiler (VfB Wengerohr-Bombogen)

11/87 – 11/89 Gerd Edringer

11/89 – 11/99 Reiner Trierweiler

11/99 – 01/03 Heinrich Goschka (┼)

01/03 – 02/11 Dirk Jacobs

Seit 02/11 Karlheinz Schneeberg

 

Aus der Zeit vor 1974 gibt es außer der Festschrift zum 60-jährigen Stiftungsfest des damaligen ESV leider keine Unterlagen mehr, so dass ein Nachvollziehen der jeweiligen Vorsitzenden schwierig ist. Die von Franz Monzel erstellte, umfangreiche Chronik ist leider abhanden gekommen.

In diesem Zusammenhang werden alle Mitglieder und Freunde des Vereines gebeten, vorhandene Bilder, Festzeitschriften und Dokumente zur Verfü­gung zu stellen. Meldung bitte an den Vorstand oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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